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Das richtige Briefing für die Website

31-Jan-2013

Es ist so weit, Sie wollen ihr Geschäft mit einer eigenen Website ins Internet bringen. Wenn Sie sich jetzt Unterstützung von einem Profi holen möchten, sollten sie darauf achten, die Zusammenarbeit möglichst effizient zu gestalten. Wir haben mit dem Web-Spezialisten Christoph Merkel gesprochen, um zu erfahren, wie die Zusammenarbeit am besten klappt.

Wie wichtig sind fundierte Informationen zum Kunden und seinem Produkt?

Die Basis eines jeden Projekts im Kreativbereich ist ein gutes Briefing des Gestalters. Das gilt besonders für die Gestaltung von Webseiten. Anders als im Printbereich ist man theoretisch vom Umfang her nicht gebunden und die technischen Möglichkeiten sind geradezu unendlich. Die Vielzahl der Möglichkeiten hinsichtlich technischer Funktionalität und Erscheinungsbild macht es für den Kunden oft schwierig, seine Wünsche in Art und Umfang konkret zu äußern. Daher ist es am Anfang entscheidend, möglichst viel Information zum Unternehmen zusammen zu tragen und die Zielsetzung der Webseite für die Webgestalter klar zu definieren.

Wie kommen Sie zu Beginn des Projektes an die wichtigsten Informationen?

Zu aller erst müssen wir in Erfahrung bringen, was der Kunde sich von seiner neuen Webseite erwartet. Wir verwenden gerne einen von uns entwickelten Fragebogen, den wir zu Beginn der Zusammenarbeit an den Kunden schicken. Darin sprechen wir die wichtigsten Punkte im Vorfeld eines ersten Projektmeeting an, z.B., ob es um das Re-Design einer bestehenden Webseite oder um eine ganz neue Seite geht, welche die Zielgruppen sind oder auch die Zielstellung der Webseite. Dennoch sind wir immer wieder überrascht, wie schwer es den Kunden fällt, Ihre eigenen Anforderungen und Wünsche konkret zu definieren. Wir beschränken uns daher nicht allein auf die Antworten im Fragebogen, sondern fordern auch verfügbare Unterlagen und Materialien ein, die in der Vergangenheit verwendet wurden. Oft lassen sich daraus mehr Schlüsse zu dem gewünschten Projekt ziehen als aus den Antworten im Fragebogen.

Wie wichtig sind Budget und Zeitplanung für den Webgestalter?

Sehr wichtig! Der Kunde kennt in der Regel Webseiten von Mitbewerbern oder andere Seiten, die ihm hinsichtlich Erscheinungsbild und Funktionalität besonders gefallen, kann aber meist den nötigen Aufwand für vergleichbare Seiten schwer abschätzen. Im Vorfeld der Umsetzung durch den Webgestalter muss daher eine realistische Kostenschätzung erfolgen, bei der wir das Must-have vom Nice-to-have trennen. Wenn wir dann die gewünschte Art und den Umfang der Seite einschätzen können und den Budgetrahmen kennen, müssen wir den Webgestaltern klare Vorgaben machen. Selbstverständlich spielt dabei auch die geplante Timeline eine wesentliche Rolle.

Was halten Sie sonst noch für besonders entscheidend für ein gutes Briefing des Webgestalters?

Entscheidend für die Konzeption der Seite ist die Zielstellung. Eine Seite, über die Produkte verkauft werden sollen, muss völlig anders konzipiert werden als eine reine Informationsseite. Und dann kommt heute noch der Aspekt des Social-Collaboration ins Spiel. Die gewünschte Integration von Blogs oder anderen Social-Networking-Features sind heute keine Seltenheit mehr.

Können Sie noch etwas zum technischen Aspekt für das Briefing sagen?

Eine Webseite kann technisch ganz unterschiedlich umgesetzt werden. Rein manuell mit der Übersetzung eines entworfenen Designs in HTML und CSS mit geeigneten Tools oder reiner Programmierung bis hin zur Umsetzung mit sogenannten Content-Management-Systemen (CMS). Letztere machen es dem Kunden nach der Fertigstellung eines Projekt mehr oder weniger einfach, kleinere Änderungen, etwa am Text, selbst vorzunehmen. Abhängig von der Entscheidung für eine CMS-Plattform wie WordPress, Joomla, Contao, Typo3 etc. sind auch die Herangehensweisen für den Webgestalter verschieden. Zumindest sollte der Webgestalter die geplante technische Umsetzung frühzeitig kennen, um diese schon bei der Designkonzeption zu berücksichtigen.

Christoph Merkel ist Gründer und Geschäftsführer der ADVERICOM Gesellschaft für Werbung & Kommunikation mbH. Die Agentur übernimmt konzeptionelle und grafische Gestaltungsaufgaben im Bereich Print und Webdesign. Darüber hinaus bietet sie auch Dienstleistungen der Kommunikationsbereich an, darunter Lernmedienkonzeption- und umsetzung, PR und Dokumentation.