Bringen Sie Ihre Ideen ins Internet

STICHWÖRTER EINGEBEN
VORSCHLÄGE ANSEHEN
REGISTRAR AUSWÄHLEN

Crowdsourcing: Aufgaben für den Schwarm

31-Jan-2013

Das so genannte Crowdsourcing steht in diesem Jahr vor dem Durchbruch. Dafür sorgt nicht zuletzt die Deutsche Messe AG, Betreiber der weltgrößten ITK-Messe CeBIT.  Der Messeveranstalter stellt mit „Open Innovation“ einen virtuellen Raum zur Verfügung, in der eine kreative Ideenschaffung stattfinden soll. Die Deutsche Messe AG bietet die Plattform allen Unternehmen an, die den Zugang zur ITK-affinen Zielgruppe suchen. Die Kollaboration mit externen Ideengebern über das Internet fordert neue offene Prozesse in den Unternehmen, schafft eine völlig neue Art der Partizipation und fördert den interaktiven Austausch mit den Zielgruppen.

Der Schwarm spart Geld

Und genau darum geht es bei allen Crowdsourcing-Modellen: Arbeits- und Kreativprozesse werden an die Masse der Internetnutzer ausgelagert. Das kann den Firmen, die beispielsweise ein neues Logo oder einen Marketing-Begriff suchen, viel Geld sparen. Außerdem sind die Ideen von vielen tausend Internet-Nutzern vielleicht kreativer und passender als von einem kleinen internen Spezialisten-Team. Natürlich muss die Internet-Gemeinschaft von der jeweilige Firma, die Crowdsourcing einsetzt, noch „angeschoben“ und betreut werden.

Arbeits- und Kreativprozesse werden an die Masse der Internetnutzer ausgelagert. Das kann den Firmen viel Geld sparen.

Crowdsourcing hat noch verschiedene Unterkategorien, wie beispielsweise Crowdfunding (die Online-Community finanziert gemeinsam ein Projekt), Co-Creation (die Community erschafft gemeinsam ein Werk) oder Mircroworking (die Community erfüllt kleinere Aufgaben, die wieder zu einem Gesamtergebnis zusammengesetzt werden). Partner, Berater, Lieferanten und Kunden werden intensiver eingebunden und Teil eines gemeinsamen, vernetzten Prozesses. Die Grenzen zwischen Unternehmen und Organisationen werden durchlässiger.

Hilfe für KMUs

Crowdsourcing ist dabei vor allem für kleinere Unternehmen ein geeignetes Mittel, um kostengünstig nach guten Lösungen zu suchen. Das Unternehmen adressiert dabei ein Problem und sucht sich eine geeignete Plattform. Die Aufgabe wird online veröffentlicht und mit entsprechenden Incentives versehen. Das muss nicht immer Geld sein, sondern können durchaus auch Sachprämien sein. Möglicherweise Produkte, die von der Firma selber hergestellt werden. Die eingereichten Ideen werden vom Auftraggeber, der sich für Crowdsourcing entschieden hat, geprüft und die besten Lösungen prämiert.

Das Angebot ist vielfältig

Im Bereich Crowdsourcing gibt es verschiedene Plattformen, die sich auf unterschiedliche Geschäftsbereiche spezialisiert haben. So hat sich 99 Designs, die Firma hat kürzlich den Berliner Crowdsourcing-Anbieter 12 Designer übernommen, beispielsweise auf Pitches für Markennamen und Logos spezialisiert. Designer reichen ihre Vorschläge auf der Plattform ein. Weniger spezialisiert ist der Dienst „Mechanical Turk“ vom Online-Riesen Amazon. Hier stellen Unternehmen Aufgaben nach Wahl ein, die von Arbeitskräften auf der ganzen Welt erledigt werden. Die deutsche brainR ist eine Plattform für Kreativität und Innovation im Web, die ein Online-Brainstorming ermöglicht. Auf komplexe wissenschaftliche Fragestellungen konzentriert sich InnocentiveInnovation Exchange (IX) schließlich ist ein Open-Innovation-Marketplace, den globale Konzerne für anspruchsvolle Aufgaben einsetzen. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere Firmen, die sich in diesem noch relativ jungen und spannenden Markt bewegen. Die Zukunft gehört der neuen Schwarmintelligenz.